Online Shop, aber kein Umsatz – was nun?

Ein Beitrag von Serhat Kaya
Veröffentlicht am Oktober 15, 2018
Sie haben keine Kosten und keine Mühen gescheut. Jetzt haben Sie einen Online Shop. Aber er funktioniert scheinbar nicht. Das heißt er funktioniert schon, aber Sie haben keine Bestellungen und damit keinen Umsatz und fragen sich Fragen wie: “Wo bleiben meine Kunden? Ich habe einen Online Shop, warum bestellt kein Kunde? Wieso mache ich keinen Umsatz?”

Wir haben gute Nachrichten für Sie, denn in diesem Beitrag gehen wir auf verschiedene Möglichkeiten ein, was Sie tun können, um Ihren Online Shop zu einer Umsatzmaschine zu machen.

Faktor 1: Ihr Online Shop hat keine Besucher

Das ist zwar sehr banal. Aber auch in einem physischen Geschäft bleibt der Umsatz aus, wenn die Kundschaft nicht in den Laden gehen kann oder weiß wo der Laden ist.
Um Besucher auf Ihren Online Shop zu locken, müssen Sie zunächst gewährleisten, dass Sie gefunden werden. Dies können Sie im Internet durch verschiedene Wege erzielen.

Lösungsweg 1: Organische Reichweite

Organische Reichweite können Sie durch die Optimierung Ihrer Webseite für Suchmaschinen erzielen. Das heißt viel Content produzieren durch bspw. einen Blog. Ihren Online Shop gut strukturieren und für Suchmaschinen relevante Einstellungen vornehmen, wie bspw. Meta-Tags zu hinterlegen. Sie können zudem auch auf sozialen Netzwerken Communities aufbauen, die sich für Ihre Produkte begeistern, damit Ihre Marke, Ihr Online Shop und Ihre Produkte in aller Munde sind. Dieser Weg setzt in jedem Fall eine gut durchdachte redaktionelle Planung Ihrer Beiträge in Ihrem Blog, sowie in Ihren sozialen Medien voraus. Dieser Weg ist der nachhaltigere Weg, da er auch erhalten bleibt, wenn Sie für eine Weile nichts mehr machen – zumindest bis die Algorithmen der Suchmaschinen sich verändern. Der Nachteil ist allerdings, dass der Aufbau eine Weile dauert und die Resultate nicht sofort ersichtlich sind.

Lösungsweg 2: Anorganische Reichweite

Mit anorganischer Reichweite sind bezahlte Werbemöglichkeiten gemeint, die sobald der Geldhahn zugedreht wird verschwinden. Aber die Wirkung wird schneller spürbar als bei organischem Wachstum. Dabei können Sie Google Ads Kampagnen schalten oder noch besser auch Google Shopping Ads. Sie können auch Facebook und Instagram Ads schalten. Diese Kanäle sorgen in jedem Fall für mehr Besucher auf Ihren Online Shop, da die Zielgruppe der Ihre Werbung ausgespielt wird über die Anzeige auf Ihren Online Shop gelangen. Hierbei ist es wichtig die Kampagnen gut zu planen, ein sinnvolles Budget festzulegen, eine auf Ihre Produkte passende Zielgruppe zu definieren und nicht zuletzt zu testen und immer wieder zu optimieren.

Lösungsweg 1: Organische Reichweite

Bei der Entwicklung eines Sales Funnels gibt es viele Möglichkeiten. Dabei bauen Sie sich den sprichwörtlichen Trichter. Beispielsweise kann das so aussehen: Sie bauen eine Landingpage zu einem bestimmten Thema. Die Landingpage enthält eine Eingabemaske zur Registrierung für einen Newsletter. Der Inhalt dieser Landingpage verspricht dem Besucher einen Mehrwert durch die Eingabe der E-Mail Adresse. Sie schalten eine Google Ad Kampagne für die Zielgruppe für die Ihre Landingpage entworfen ist. Dabei wird ein Teil wieder abspringen. Diejenigen die abspringen erreichen Sie wieder durch Facebook Ads, z.B. durch Retargeting durch den Facebook Pixel (d.h. denjenigen die Ihre Landingpage besucht haben werden Facebook Ads von Ihnen ausgespielt). Diese kommen wieder auf Ihre Landingpage und hinterlassen diesmal ihre E-Mail Adresse. Sie bauen so Ihren E-Mail Verteiler auf und verschicken in regelmäßigen Abständen E-Mails mit Special-Deals, Rabatten und vielem mehr. Mit diesen E-Mails überzeugen Sie Ihre Zielgruppe und bringen sie zum Kauf. Langfristig haben Sie auch einen größeren E-Mail Verteiler der Ihnen bei jedem Versand einen entsprechenden Umsatz mitbringt.

Faktor 2: Sie haben Besucher, die Ihre Webseite finden

Aber irgendwas scheint Ihre potentiellen Kunden zu verwirren. Sie finden sich in Ihrem Shop nicht zu recht, springen nach sehr kurzer Zeit ab oder versuchen zu bestellen aber irgendwas funktioniert nicht – und das schlimmste für Sie: Sie stellen es erst fest, wenn Ihre Kunden schon über alle Berge sind.

Bei diesem Faktor sollten Sie zwei Dinge kontinuierlich machen: Ihren Online Shop testen, testen und wieder testen. Und Sie sollten mit Tools wie Google Analytics prüfen, wie sich Ihre potentiellen Kunden verhalten. Denn ohne dieses Wissen können Sie nur blind raten, was Sie für Ihre Kunden optimieren sollten.

Empfehlung 1: Testen, Testen und Testen

Testen Sie Ihren Online Shop am Anfang auf Herz und Nieren. Funktioniert alles wie Sie es sich vorgestellt haben? Sind die Bezahlmöglichkeiten funktional eingebunden? Gibt es eine Seite die vielleicht falsch verlinkt ist und dadurch Ihre Besucher abschrecken könnte? Stellen Sie sich vor Sie gehen in ein physisches Ladengeschäft. Sie finden einen halb leeren Raum. Würde das auf Sie seriös wirken? Das gleiche Phänomen passiert mit Ihren potentiellen Kunden beim besuchen Ihres Online Shops, wenn Verlinkungen nicht sauber eingebettet sind. Sie können diesen Fehler nur identifizieren indem Sie Ihren Online Shop akribisch prüfen.

Empfehlung 2: Tracking & Analyse

Sie müssen zudem auch das Verhalten Ihrer Kunden analysieren. Wenn Ihre Kunden bspw. innerhalb der ersten 3 Sekunden Ihren Online Shop verlassen und Sie eine Ladezeit von 5 Sekunden haben. Dann wissen Sie, dass Ihre Kunden Ihren Laden nicht einmal betreten konnten. Der Weg zu Ihrem Online Shop war so lang, dass sie die Geduld verloren haben. Und der einfache Lösungsweg wäre Ihre Ladezeit zu optimieren. Es gibt sehr viele Tracking Tools. Welches für Sie das beste ist müssen Sie selbst entscheiden. Aber verlieben Sie sich nicht in zu viele Funktionen, wenn Sie nicht wirklich alle Funktionen einsetzen. Im Zweifel reicht bereits Google Analytics für den Start.

Empfehlung 3: Steigern Sie die Benutzererfahrung

Anhand der Analyse-Daten sollten Sie auch überlegen: Wie kann ich meinen Online Shop so bequem wie möglich für meine Kunden machen? Welche Produkte werden häufig gesucht, aber nicht gefunden? Wie können meine Kunden ihre Produkte so schnell wie möglich finden und sich zur Kasse bewegen? Ist auf der Startseite verständlich was Sie verkaufen möchten?

Vergleichen Sie hierfür auch andere Online Shops, was Sie hier gut finden, was hier gut funktioniert und was Sie vielleicht anders machen würden.

User Experience bzw. die Benutzererfahrung hat auch viel mit dem Design Ihrer Seite zu tun. Wie Ihre Seite sich für Ihre potentiellen Kunden anfühlt. Führen Sie hierfür am besten Gespräche mit potentiellen Kunden. Im Idealfall sogar mit wildfremden Leuten auf der Straße (sofern diese in Ihre Zielgruppe passen), denn sie können Ihnen auf alle Ihre Fragen antworten liefern und Sie merken, wie sie mit ihrer Mimik und Gestik reagieren. Diese Möglichkeit haben Sie bei Online Umfragen nicht. Dennoch würden sich auch – vor allem ergänzend – Online umfragen zur Optimierung Ihres Designs und Ihrer User Experience anbieten.

Faktor 3: Der Preis

Produkte in einem Online Shop leben vom Preis. Vielleicht setzen Sie zu hoch oder zu niedrig an. Und ja zu niedrig geht auch, denn wenn Sie weit unter dem Marktdurchschnitt sind, denkt Ihr potentieller Kunde das irgendwo ein Haken ist oder die Qualität geringer ist als bei Ihrem Wettbewerber.

Geheimtipp 1:

Fragen Sie hierfür am besten in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis, denn sie werden Ihnen direkt offen und ehrlich sagen, was sie bereit wären für Ihr Produkt auszugeben. Wichtig dabei: Setzen Sie das Feedback das Sie sammeln auch um und testen Sie es aus.

Geheimtipp 2:

Führen Sie A/B Tests durch. A/B Test meint, dass Sie zwei Versionen Ihrer bspw. Produktseite haben. Dabei spielen Sie Ihrem Kunden A einen Preis X und Ihrem Kunden B einen Preis Y aus. Und anhand der Reaktionen können Sie feststellen, was für Ihre Kunden besser funktioniert ohne im trüben zu fischen.

Faktor 4: Empfehlungsmarketing

Sie haben vielleicht schon Ihre ersten Kunden gewonnen. Aber danach kam nichts mehr. Was ist da schief gelaufen? Was machen andere Marken und Online Shops anders? Sie machen ihre Kunden zu Botschaftern!

Unsere Empfehlung:

Machen Sie es Ihren Kunden einfach Ihre Produkte zu teilen. Bieten Sie entsprechende Buttons zum teilen auf den gängigen Plattformen Facebook, Twitter, Instagram und Pinterest an, damit Ihre Kunden beim shoppen Ihre Produkte teilen und ihren Freunden und Bekannten von Ihnen erzählen.

Erhöhen Sie den Anreiz zum teilen:

Bieten Sie Kunden die Ihren Online Shop 5x teilen einen Rabatt von 15% auf Ihre Produkte an. Dadurch gewinnen Sie im Idealfall neue Kunden und erhöhen die Chance, dass Ihr Kunde Sie weiterempfiehlt.
Sie sehen also es kann an vielen Faktoren liegen warum Ihr Online Shop keine Umsätze erzielt und Ihre Kunden abspringen. Wir hoffen, dass Sie mit diesem Beitrag Probleme und Lücken identifizieren können und sogar Lösungsideen erhalten haben. Falls Sie Unterstützung mit Ihrem Online Shop benötigen, schreib Sie uns einfach eine Nachricht – wir helfen Ihnen gerne weiter.
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Über den Autor

Serhat Kaya
Serhat Kaya ist Gründer der Digitalagentur XPERIENTS. Er ist außerdem Host des Podcasts "The Growth Show". Serhat's Leidenschaft ist es, Unternehmer dabei zu unterstützen, die Welt zu verändern.
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